Weltwassertag: Es ist höchste Zeit für ökologische Gerechtigkeit

Mehr als eine halbe Milliarde Menschen auf der Welt müssen nach einer neuen Studie Tag für Tag ohne sauberes Wasser auskommen. Täglich sterben weltweit 800 Kinder unter fünf Jahren wegen Durchfalls – aufgrund von schmutzigem Wasser, miserabler sanitärer Anlagen oder unzureichenden hygienischen Verhältnissen. Es ist höchste Zeit für ökologische Gerechtigkeit. In einer globalisierten Welt lassen sich wirtschaftliche, ökologische und soziale Probleme nicht voneinander trennen.
Die anhaltende Dürre führte in der Region bereits zu enormen Ernteausfällen. Tiere liegen verhungert am Straßenrand, die ersten Viehzüchter nahmen sich das Leben. Wenn die erwartete Regenzeit im April nicht ausreichend ausfällt, werden sich die Bilder von 2011, als die Region das letzte Mal von einer langanhaltenden Dürre betroffen war, wiederholen. Nach Schätzungen von Unicef werden in diesem Jahr in den betroffenen Gebieten 1,4 Millionen Kinder an einer schweren Mangelernährung leiden. Hunderttausenden droht der Tod. Seuchen, die Ungeziefer und Krankheiten mit sich bringen, beginnen bereits, sich auszubreiten. Doch die Dürre und der Mangel an Wasser sind nicht einfach nur die Folgen einer Naturkatastrophe.
Der Klimawandel wird von den Ländern des Nordens vorangetrieben. Der Nahrungsmittelnotstand resultiert auch aus der internationalen Spekulation auf Lebensmittel. In den von Bürgerkriegen gebeutelten Ländern, wird der Zugang zu Wasser und Lebensmitteln zusätzlich erschwert. Um nur drei Beispiele zu nennen. Das humanitäre UN-Koordinierungsbüro OCHA schätzt, dass rund 6,8 Mrd. Dollar notwendig sind, um 23 Millionen Betroffene zu retten. Ich fordere die Staatengemeinschaft auf, die notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen, um eine humanitäre Katastrophe zu verhindern. Menschen zu helfen, ist eine Frage der internationalen Solidarität und der globalen Gerechtigkeit.

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