Zum Tod von Horst Ehmke

Zu würdigen ist Ehmkes Engagement, die Ostpolitik Willy Brandts durchzusetzen. Als "Spezialist für alles", wie Brandt ihn bezeichnete und auch enger Vertrauter des ehemaligen Bundeskanzlers, setzte er das Prinzip "Wandel durch Annäherung" um. Als Repräsentant der "linken Mitte" innerhalb der SPD wäre er heute einer der letzten, wahren Sozis.
Dass er das Kabinett aufgrund der Guillaume-Affäre verlassen musste ist bedauerlich, jedoch bestimmt eine dieser Politgeschichten, die sein späteres Hobby, das Schreiben von Kriminalromanen, entscheidend mitgeprägt haben dürfte.
 

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