Welttag gegen Homophobie: PIRATEN fordern Taten statt Worte

Wir schreiben den 17. Mai, den Internationalen Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie. Am 17.Mai 1990, also vor genau 27 Jahren, wurde Homosexualität offiziell durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus dem Diagnoseschlüssel für Krankheiten gestrichen.
„Unglaublich, aber wahr: Transsexualität wird dort immer noch unter den psychischen Störungen geführt, eine Änderung ist erst für 2018 angedacht“,
beklagt Robert Lutz, Spitzenkandidat der Piratenpartei Sachsen für die Bundestagswahl.
In Deutschland werden am 17. Mai noch andere Parallelen gezogen, nämlich zum erst 1994 abgeschafften Paragraph 175, welcher sexuelle Handlungen zwischen männlichen Personen unter Strafe stellte. Erst im März diesen Jahres wurde eine Rehabilitierung der noch lebenden Verurteilten beschlossen. „Schön, dass das endlich mal passiert ist, aber schade um die Halbherzigkeit, mit der dies geschieht. Mit 3000 Euro Einmalzahlung und zusätzlich 1500 Euro für jedes erlittene Jahr Haft wird versucht, noch lebende Verurteilte dieses Paragraphen 175 zu entschädigen. Das ist doch reine Augenwischerei!“, sagt der stellvertretende Vorsitzende der Piratenpartei Sachsen Lutz. Die Piratenpartei Deutschland bezweifelt, dass 3000 Euro in einem Verhältnis zu den Qualen und Ungerechtigkeiten dieser Verurteilungen stehen und Opfer damit wirklich rehabilitiert sind.
„Wir PIRATEN halten die Einführung der Ehe für Alle schon lange für überfällig. Warum verheiratete Homosexuelle weniger wert sein sollen als heterosexuelle Ehepartner, erschließt sich uns nicht. Wir wünschen uns, dass die Abstimmung dazu im Deutschen Bundestag endlich freigegeben wird und die Abgeordneten darüber mit freiem Gewissen und nicht unter Koalitionszwängen abstimmen können“, unterstreicht Lutz die Forderung der PIRATEN.
Mit sehr besorgtem Blick schaut die Partei zudem auf die Ereignisse in Tschetschenien, wo viele Homosexuelle derzeit im Gefängnis sitzen und deren Hinrichtung angedroht wurde. Lutz: „Wir fordern hier nicht nur von der deutschen, sondern von allen Regierungen in Europa, hinzusehen und diesen Massenmord nicht zuzulassen.“

Top News

  • Impressionen von der #cnight 2017

    „Thinking Beyond – den digitalen Wandel erfolgreich gestalten“ war der Leitgedanke der diesjährigen #cnight. Sehen Sie hier einige...

  • ‚America First‘ auf dem Prüfstand

    Bei seiner ersten Auslandsreise bricht US-Präsident Donald Trump einmal mehr mit traditionellen Mustern. Stiftungsexpertin Iris Froeba nimmt...

  • FDP heißt neue Mitglieder willkommen

    Die FDP ist im Aufschwung: 11,5 Prozent erzielten die Freien Demokraten bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein, 12,6 Prozent in NRW - das...

  • Netzwerkdurchsetzungsgesetz: Zensur ja, Interesse an Diskussion nein

    Der Deutsche Bundestag hat am heutigen Freitag trotz massiver Kritik in der ersten Lesung das Netzdurchsetzungsgesetz (NetzDG) von...

  • Betreuervergütung: Der Bund hat seine Hausaufgaben gemacht

    Der Bundestag beschloss gestern mit den Stimmen aller Fraktionen eine Erhöhung der Vergütung für gesetzliche Betreuer um 15 Prozent. Bundesseitig...

  •       © Henning Schacht   Herr Mayer, am Freitag wurde im Bundestag über härtere Strafen bei Wohnungseinbrüchen debattiert. Was...

  • Die Stiftung feiert 59. Geburtstag

    Seit mittlerweile 59. Jahren setzt sich die Stiftung für die Freiheit in Deutschland und auf der ganzen Welt für liberale Werte ein. Ein perfekter...

  • FDP und CDU loten NRW-Koalition aus

    CDU und FDP wollen in Nordrhein-Westfalen über eine Regierung verhandeln. Die Parteichefs Laschet und Lindner versprechen eine echte...

  • Ausreisepflicht durchsetzen, Abschiebungen erleichtern!

    Für die CDU ist klar: Wer Schutz vor Verfolgung und Krieg benötigt, muss ihn bekommen. Wer aber keinen Anspruch auf Schutz hat, muss unser...

  • „Das Gesetz zur besseren Durchsetzung der Ausreisepflicht ist aus meiner Sicht eine weitere sehr wichtige Etappe auf dem Weg, ausreisepflichtige...