Zum Internationalen Tag gegen Homosexuellenfeindlichkeit

Ich bin erst dann zufrieden, wenn wir den 'Internationalen Tag gegen Homosexuellenfeindlichkeit, Transphobie und Biphobie' aus dem Kalender streichen können. Der Anlass für diesen Tag war der Beschluss der Weltgesundheitsorganisation, am 17. Mai 1990 Homosexualität von der Liste psychischer Krankheiten zu streichen. Es ist kaum zu glauben, dass das erst vor 27 Jahren passiert ist. Seither ist Gewalt gegen sexuelle Minderheiten in vielen Ländern nach wie vor noch ein Problem. Und es gibt wieder einmal aktuelle Anlässe zu beklagen: das grausame Vorgehen gegen Homosexuelle in Tschetschenien. Verhaftungen, ja sogar Tötungen geschehen dort fast täglich. Tschetschenien ist aber natürlich kein Einzelfall. In Deutschland sind die Übergriffe auf Homosexuelle 2016 um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. 205 Vorfälle ereigneten sich allein in den ersten drei Quartalen des Jahres 2016. Im Vergleich zu 2005 hatte sich die Anzahl der Straftaten gegen Homosexuelle mehr als vervierfacht. Erst vor zwei Tagen wurde hier in Berlin ein schwuler Mann im Volkspark Friedrichshain ermordet. Gewalttaten werden leider auch verstärkt gegen Transsexuelle, Lesben und Bisexuelle Menschen ausgeübt. Nicht nur am heutigen Tag, sondern an jeden Tag gilt es sich der Homosexuellen- und Transfeindlichkeit entgegenzustellen.

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